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Diskussionsforum (Archiv)

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Styrodur als Innendämmung beim Altbau, geht das?
_Gerold_ (2 Beiträge)
am 13.10.13
Hallo, ich plane meinen Altbau (1929) Vollziegelmauerwerk von innen zu dämmen. Ich habe einige Möglichkeiten mit dem U-Wertrechner durchgespielt und bin eigentlich als Dämmmaterial auf Holzfaserplatten 60mm gekommen, mein Nachbar will das mit Styropor-rigips-Verbundplatten machen. Da aber überall davon abgeraten wird habe ich mir jetzt überlegt ob man nicht Styrodurplatten wegen dem besseren Dämmwert nehmen kann, der U-Wertrechner sagt mir dass nicht mit Schimmelbildung zu rechnen ist. Kann das stimmen, ich meine schon dass ich dem U-Wertrechner hier vertraue, aber besser mal nachfragen denke ich mir.

Bin für jede fachliche Hilfe sehr dankbar.

Gruß Gerold
Bastian1976 (1 Beitrag)
am 3.11.13

Keller Erde mit Multipor, U=0,59

Bauteil im U-Wert-Rechner öffnen

Hallo,
ich möchte meinen Keller zum Wohnraum umbauen und von innen dämmen, habe eine (300mm) Betonfertigteilkellerwand mit äußerer Bitumenschicht und habe laut Berechnung mit viel Feuchtigkeit zu rechnen wenn ich Multipor (60mm) verwende (welches ja einen guten u-wert hat).
Gibt es Alternativen oder andere Vorschläge.
Bin für jeden fachkundigen Rat dankbar.
jenskrause (2 Beiträge)
am 4.11.13
Der U-Wert-Rechner sagt, dass auf der Oberfläche nicht mit Schimmel zu rechnen ist. Wenn zwischen Styrodur und ursprünglicher Wand etwas Luft ist, dann kann es meines Erachtens dort durchaus schimmeln, denn feucht ist es ja. Ich habe schlechte Erfahrungen mit einem ähnlichen Aufbau gemacht, allerdings mit Styropor statt Styrodur.
Stefan82 (1 Beitrag)
am 6.11.13
Hallo Gerold,

Bitte lassen Sie die Finger von Styrodur als Innendämmung, außer Sie wollen einige Pilze zwischen Dämmung und Mauer züchten.
Als Innendämmung werden verschiedene Systeme angeboten zB. Mineralfaser, Schaumglas...
Ich würde Ihnen aber dringend raten bei einem hygroskopischen System zu bleiben: Kalciumsilikat, Holzfaser (nur geeignete für Innendämmung (Pavadentro), Perliteplatte, Mineralschaumplatte).
Mein Favorit ist die Kalciumsilikatplatte (alkalisch PH 12, diffusionsoffen, rein mineralisch...)
Bei einer Innendämmung würde ich mich nicht zu sehr auf den Uwert kozentrieren.. hat weitere Vorteile: Oberflächentemperatur, Luftgeschwindigkeit, Feuchtepuffer..
Empfehlenswert ist das ganze Paket vom Kleber bis zur Kalkfarbe zu verwenden und ohne Hohlräume zu verarbeiten (voll-flächig verkleben).

Viel Erfolg
Stephan
MrBraveHeart (20 Beiträge)
am 7.12.13
Hallo zusammen,
Innendämmung ist IMMER kritisch und wie der Kollege Stephan schreibt "Finger weg von Styrodur". Da fällt Tauwasser mit Sicherheit an. Auch sollte/muss Innendämmung für jedes Bauteil explizit berechnet werden, dies gilt insbesondere für Bauteileckbereiche etc. Darüberhinaus sind auch Keile bei einbindenden Decken und Wänden zu berücksichtigen. Und von oben, im Bereich des Estrichs, kommt man auch nur schwer an die Aussenwände heran. Auch muss man höllisch aufpassen, dass in den Wänden keine (was früher gang und gäbe war) wasserführenden Leitungen liegen, denn die können im Winter kaput-frieren, da die Wandtemperaturen sich nach aussen hin drastisch abkühlen. Auch ich sehe Kalzium-Silikatplatten als (relativ) geignet. Sind aber schweineteuer = ca 50 €/m2. Aber Achtung, für alle Zeiten muss man organisieren, dass die Wände nur mit entspr. Kalkfarben und niemals mit Dispersionsfarbe gestrichen werden, denn dann ist der Effekt hin. Besser wäre eine Dämmung von aussen..wenns geht.
Gruß
Brave
bauexpert (114 Beiträge)
am 15.12.13
Innendämmung ist immer falsch.
außerdem:
Dämmen möchten Sie, weil Sie wahrscheinlich Energiekosten sparen möchten.


leider wird Ihnen kein Planer die genaue Einsparung berechnen können geschweige auch Ihnen eine exakte Einsparung garantieren wollen.
Durchs Dämmen spart man keine Energie.

erst einmal soll sichergestellt werden, wie hoch bei Ihnen die Energie zu heizen ist (Verbrauch). vielleicht sind bei Ihnen die falschen Heizkörper eingebaut worden, oder die Heizung ist falsch eingestellt. es kann viele Ursachen haben.
Dämmen ist faktisch falsch.
u-wert.net (498 Beiträge)
am 16.12.13
Hallo bauexpert,

sie schreiben "Dämmen ist faktisch falsch".
Ich bitte diese Aussage mit Beweisen zu stützen.

Unsachliche Diskussionen sind hier nicht erwünscht.

Grüße
Ralf Plag
bauexpert (114 Beiträge)
am 16.12.13
es gibt Studien vom Frauenhofer Institut die über Jahre geführ wurden auch bei Mehrfamilienhäuser gleicher Bauart.

Um energie zu Sparen, beginnen irgend wo zu Dämmen ist immer falsch. Die Ursachen für das Mehrverbrauch sind erstmals zu suchen.
Deutschland ist nicht Land der Dämmer und Dichter.
MrBraveHeart (20 Beiträge)
am 18.12.13
Meine sehr verehrten Damen und Herren,

dieses Forum finde ich sehr lehr- und aufschlußreich. Einige Herrschaften vergereifen sich leider schon mal im Ton und es entsteht ein unangemessenes Diskusions-Klima. Das finde ich schade. Der Gerold hat eine berechtigte und interessante Frage gestellt. Antworten mit Daten und Fakten wären mir auch lieber, als polemische Kommentare. Aber nochmal zum Kernthema. Eine Innendämmung ist manchmal das Einzigste was geht (z.Bsp. wenn aussen die Fassade unter Denkamschutz steht). Was ich noch zu meinem ersten Kommentar anfügen möchte ist, dass man auch innen erhebliche Zusatzarbeiten einkalkulieren sollte. Z.Bsp. alle Steckdosen und Schalter sowie Heizrohre oder Heizkörper nach vorne, an die neue Oberflächenkante holen oder Fußleisten lösen und einkürzen u.v.m. Also bin für sachliche Antworten auch dankbar, davon werden wir nämlich alle schlauer. Gruß Brave
bauexpert (114 Beiträge)
am 18.12.13
hallo Bastian,

in deinem Keller Herschen so und so ständig ca. 12° - 14°.
auch wenn du anfängst zu dämmen auch mit 100 km dicke Dämmung, wirst du trotzdem diese Temperatur haben.

ich empfehle dir im Keller einfach Sockelheizleisten einzubauen.
das ist das einfachste und beste was du machen kannst.
außer dem lüften musst du so und so. wenn du anfängst zu dämmen, musst du auch mehr lüften.
hier hast du Masse (Wärmespeicher) die du auf eine Konstante temperatur bringen solltest und alles ist gut.

merk dir eins: Dämmstoff dämmt zwar, lässt die wärme durch und die wärme ist weg.

Massive Bauteile, nehmen die Wärme auf, speichern die und geben die wieder ab.
also Wärmespeicher ist wichtiger als Dämmen.
viel spaß
DerAchim von www.zimmerei-studt.de (183 Beiträge)
am 19.12.13
Hallo Bauexpert,
ich interessiere mich auch brennend für eine Verifizierung der Aussage.
Hättest Du vielleicht einen Link oder ein Suchwort, die deine These untermauern? Ich lerne gern dazu.

gruß, Achim
bauexpert (114 Beiträge)
am 19.12.13
DerAchim von www.zimmerei-studt.de (183 Beiträge)
am 19.12.13
Hallo Bauexpert,

ich begrüße es sehr, sich kritisch mit Allem auseinanderzusetzen.

gruß Achim
u-wert.net (498 Beiträge)
am 27.12.13
Uh oh... "dämmt zwar, lässt [aber] die Wärme durch", untermauert mit Konrad Fischer.
Das Zusammenspiel von Wärmedämmung und Wärmespeicherung ist tatsächlich nicht ganz einfach zu durchschauen. Vielleicht hilft das hier:

http://www.bastelitis.de/dammwahn-sinn-oder-unsinn/

Grüße
Ralf Plag
daemmstoffhai (4 Beiträge)
am 22.9.15
Ich denke der Standart bei der Wärmedämmung von innen ist der Bau einer Vorsatzschale mit Dampfbremsfolie. Vielleicht ist es das, was du suchst. Eine Anleitung dazu findest du hier: http://daemmstoffeimnetz.de/verarbeitungs-hinweise-und-anleitungen/waermeisolierung-als-innendaemmung/
Falls duch dich für die Preis dazu interessierst ist das dein Link http://daemmstoffeimnetz.de/daemmstoffe/trennwandplatten/
AndreasTeich (1169 Beiträge)
am 23.9.15
Es wäre übersichtlicher, bei anderen Wandaufbauten oder Verhältnissen zB Kellerwand statt Außenwand gegen Außenluft eine neue Frage zu stellen.
Oder auch wenn grundsätzlich Sinn und Unsinn von Wärmedämmung diskutiert werden soll.

Styrodur als Innendämmung halte ich für schwierig- schon weil sehr dichte Fugen kaum hinzubekommen sind, weil einmal eingedrungene Feuchtigkeit (durch Fugen von innen, Schlagregen von außen, Wandanschlüsse, undichte Installationen etc) praktisch nur noch nach außen entweichen kann usw.

Zudem sind organische Materialien eine dankbare Basis für Schimmelpilze.
XPS in Innenräumen wäre mir schon als Material sehr unsympathisch und auch vom Brand- und Schallschutz her ungünstig.

Diffusionsoffene, kapillaraktive Innendämmungen wie Kalziumsilikat, Mineralschaum,Holzfaser, Zellulose etc funktionieren zuverlässiger undlangfristig schadensfreier.

Nur unbewiesene Behauptungen von KF zu wiederholen hilft nicht weiter- die erwähnte Studie der Fraunhofer Gesellschaft würde mich interessieren- bisher habe ich die aber noch nirgendwo einsehen können.
Es will ja auch kaum jemand schön gestaltete alte Fassaden mit WDVS versehen.

Dass aber korrekt angewendete Dämmung, sowohl außen wie innen, die Wandtemperatur erhöht und so eher Schimmel durch Kondensation warmer Raumluft an kühlen Außenwänden verhindert, ist eine anerkannte Tasache.
Übrigens auch durch eigene praktische Erfahrungen verifiziert.

Wenn Dämmung generell nicht funktioniert würde kein Passivhaus möglich sein.

Andreas Teich
Mariokorse (1 Beitrag)
am 4.3.18
Ja natürlich kann man einen Altbau dämmen. Wichtig ist nur, dass du es keinen Laien überlässt.

ein Freund hat seine Altbauwohnung von einer Baufirma http://www.koenig-heinrich.at ) dämmen lassen. Zum Glück, die sind nämlich draufgekommen, dass wenn sie nicht eine ganz bestimmte Dämmung verwenden die Mauer an Konsistenz verlieren würde.
AndreasTeich (1169 Beiträge)
am 4.3.18
Spam-Beiträge sind hier nicht erwünscht

und wenn eine Baufirma allen Ernstes behaupten sollte, dass ohne Verwendung einer bestimmten Dämmung die Mauer an Konsistenz verliert kann man nur vor dieser Firma warnen!!!

So eine Aussage ist sowas von daneben und entbehrt jeder fachlichen Grundlage...
(ganz abgesehen von der physikalischen Unmöglichkeit)

Zudem gibt es nie nur einen möglichen Dämmstoff.

Qualifizierte Bauberatung umfaßt die Ermittlung des Bestandes,
der jeweiligen baulichen Verhältnisse und ggf Schädigungen,
dann ein Sanierungskonzept mit darauf abgestimmten Dämmstoffen-
die aber in jedem Fall unterschiedlich sein können.

Andreas Teich
Gebäude-Energieberater, Planungsbüro, Bauberatung, Gutachten
Bojan18 (1 Beitrag)
am 23.12.22
Hallo alle zusammen ....

Alle sehr schlau, leider viele unrichtige Behauptungen, nich alle natürlich.

Ich habe mein Haus mit nur 3 cm Innenverkleidung aus Styrodur versehem. Ich habe nur die Aussenwände verkleidet. Vor dieser Massnahme habe ich die Probleme mit Schimmel gehabt. Das Haus ist etwa 120 Jahre alt, Mauerwerk, massiver Ziegel mit Kalksand Mörtel gemauert, Wandstärke etwa 40 cm. Ich habe mit flexiblen Fliesenkleber bester Qualität gearbeitet. Fliesenkleber habe ich beidseitig mit Zahnspachtel aufgetragen und auf die Wand aufgedrückt so das es ohne Luftspalt vollflächig verklebt war. Eventuelle kleine Spalten zwischen den Platten mit Bauschaum verfugt um eventuelle Wärmebrüchen zu beseitigen. Nach den Trocknen habe mit Armierungsputz und Armierungsgewebe verschpachtellt. Danach eine normale Wandfarbe drauf, fertig ...
Fazit nach drei Winter: Merkbarer Energie Ersparnis, schnelles aufwärmen, bisher kein Schimmel ....
Gerolt, nicht nur "Experten hören .... selbst ausprobieren, erst nur eine Wand oder ein Raum. Aufpassen das es kein Luft zwischen den Platten und Mauerwerk bleibt, oder Luftaustausch, weil nur Luftaustausch bringt Kondenswasser. Die wand ist ja nach Aussen nicht hermetisch zu, also kann eventuelle Feuschtigkeit auch entweichen.

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