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Dämmung oberste Geschossdecke, Altbau, Hoffnung auf Dampfbremse verzichten zu können
maxfrei (5 Beiträge)
am 4.11.22

Dachboden (Perlite), U=0,31

Anstelle dieses Textes sollten Sie eigentlich ein Bild sehen. Bitte teilen Sie mir mit, mit welchem Browser dieses Problem aufgetreten ist.

Bauteil im U-Wert-Rechner öffnen

Hallo allerseits!

Erst einmal vielen Dank für die tolle Software und dann auch noch die Möglichkeit Fragen stellen zu können.

Die oberste Geschossdecke eines Altbaus (ca. 1890) soll gedämmt werden. Die Anbringung einer Dampfbremse wäre aufwändig und/oder teuer. Daher suche ich nach einem Dämmmaterial, das einen Verzicht auf eine Dampfbremse erlauben würde. Präferiert als Schüttung. Und natürlich gerne möglichst günstig, aber natürlich lieber etwas teurer und dafür auf der sicheren Seite.

Mögliche Materialien, die ich bisher auf dem Schirm habe: Perlite (siehe oberes Beispiel), Wolle, Hanf, Holzfaserwolle, (Mineralwolle)

Als Laie habe ich natürlich einige Fragen:
1. Teil der Konstruktion ist eine "Lättchendecke" mit Kalkputz (Schicht 4), ist "Kalkputz mit Holzstabgewebe" das richtige Material für die Modellierung?
2. Macht der Luftspalt (Schicht 6) Sinn oder ist er sogar eher schädlich?
3. Ist das Tauwasser ein Problem oder kommen die Kiefernholzdielen wohl damit zurecht?
4. Sind Perlite geeignet (Stichwort: kapillare Leitfähigkeit)? Wäre ein anderes Material besser?

Vorab schon einmal vielen Dank!
AndreasTeich (1169 Beiträge)
am 23.12.22
Zellulosedämmung ist von den Kosten her günstiger und unproblematisch hinsichtlich Dampfdiffusion.
Bei Dielenboden mit Fugen am einfachsten und sinnvollsten ohne Luftschicht verarbeiten.
Bei größeren Mengen mit Einblasmaschine- ansonsten gut auflockern und von Hand einstopfen oder einfüllen.
Stopfhanf wäre auch möglich

Andreas Teich
Gebäude-Energieberater, Planungsbüro, Bau- und Selbsthilfeberatung, Begutachtungen
maxfrei (5 Beiträge)
vor 5 Wochen
Hallo Herr Teich,
vielen Dank für die Einschätzung! Ich habe noch zwei Rückfragen:

1. Der Dielenboden hat Fugen, die jedoch nicht allzu breit sind, evtl. sogar mit Nut und Feder. Wirkt sich das auf ihre Empfehlung aus? Anders gefragt: wie breit müssen die Fugen sein?
2. Würden Sie von den Perliten rein wegen der Kosten her abraten, oder gibt es noch andere Gründe?

Vielen Dank!
maxfrei (5 Beiträge)
vor 5 Wochen
Nachtrag: Ich bekomme im Rechner auch deutlich mehr Tauwasser angezeigt, wenn ich Zellulose anstatt der Perlite eingebe. Gehe ich recht in der Annahme, dass das durch die Fugen in der Dielung unproblematisch ist?
AndreasTeich (1169 Beiträge)
vor 5 Wochen
Ich würde die Zellulose so einbringen, dass der gesamte Hohlraum gefüllt ist und die Dielen berührt werden.
Kapillarität wird vom Rechner nicht berücksichtigt, sodass die Angaben schlechter als die tatsächlichen Verhältnisse sind.

Evt vorhandene Feuchtigkeit kann bei entsprechenden Bedingungen in jede Richtung abgegeben werden- also nach außen oder innen.

Andreas Teich
Gebäude-Energieberater, Planungsbüro, Bau- und Selbsthilfeberatung, Begutachtungen
maxfrei (5 Beiträge)
vor 5 Wochen
Ausgezeichnet. Vielen Dank. Wie würden Sie Zellulose, Perlite und Stopfhanf hinsichtlich ihrer Einfachheit bei der Verarbeitung einordnen, insofern die Dämmung selbstständig durchgeführt wird?
CVDaemmtechnik (103 Beiträge)
vor 5 Wochen
Hallo,

Zellulose einbringen zu lassen ist deutlich preiswerter als die zu schlecht dämmende Perlite. Ein Einblasbetrieb bringt Ihnen Zellulose offen aufgeblasen für 65-70€/m³ netto ein (Material+Lohn), ein Sack Perlite kostet mind 100 €/m³, dann muss das noch eingebaut werden!

Ich kann nicht die Angst vor Dampfbremsen nachvollziehen, sie ist notwendig, da der Holzbelag oben zu dicht ist, es würde aber reichen, nur eine Dampfbremse einzulegen. Eine luftdichte Schicht haben Sie ja mit der Putzschicht, man kann die beiden Sachen auch von unterschiedlichen Baustoffen erreichen.

Stopfhanf wird noch teurer sein. Alternativ kann man auch Holzfaser einblasen, wenn Sie Zellulose nicht mögen.

Gruß Christian
CV-Dämmtechnik
maxfrei (5 Beiträge)
vor 4 Wochen
@CVDaemmtechnik Vielen Dank für die Informationen. Mir war nicht bewusst, dass die Dämmung mit Zellulose so günstig zu haben ist. Ich habe allerdings noch zwei Rückfragen:

1. Wenn Sie schreiben "nur eine Dampfbremse einzulegen", dann meinen Sie damit einfach Streifen der Folie in die einzelnen Fächer einzulegen, richtig? Alles andere wäre extrem aufwändig.
2. Mit welchen Kosten ist in etwa zu rechnen, wenn die Zellulose nicht "offen aufgeblasen", sondern in die Fächer eingeblasen, verarbeitet wird?

Die Fotos auf Facebook kann ich mir ohne Account leider nicht groß anzeigen lassen.
CVDaemmtechnik (103 Beiträge)
vor 4 Wochen
@maxfrei

1. genau, im oben genannten Beispiel haben wir die 1,5m breite Bahn halbiert, eingelegt und lediglich angeheftet, man kann natürlich versuchen sie komplett zu verkleben, aber das gelingt meist sowieso nicht. Wichtig; es muss die Gipskartonplatte oder der Putz die Funktion der Luftdichtung erfüllen, das heißt ohne Fugen dicht angeschlossen sein, sonst ggfs. mit Acryl abspritzen.

2. Zellulose eingeblasen, bei der Dicke sollte es sich um ca. 100 €/m³ netto bewegen. Es kommt halt immer etwas auf die Gesamtmenge und Fahrtkosten an.

Gruß Christian
CV-Dämmtechnik

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