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Rasselsteiner T.-Steine
Christian_Kramer (2 Beiträge)
vor 11 Tagen
Hallo zusammen,
in der Baubeschreibung des von mir gekauften Altbaus (altes Pastorat, Bauphase 1955-1956) steht, dass das Kellergeschoss aus Bruchstein (50cm) und das Erd- und Obergeschoss aus "Rasselsteiner T.-Steinen" gemauert wurden. Dies führte mich zu folgendem damaligen Anbieter: www.rasselstein.de (s.u. Historie).
Dort steht, dass bereits 1918 Bims aus Neuwied und Umgebung abgebaut und verkauft wurde. Des Weiteren steht dort, dass unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg mit der Produktion und dem Vertrieb von Mauersteinen begonnen wurde. Nun kann es sein, ist aber nicht zwingend, dass es sich bei "Rasselsteiner T.-Steinen" um einen (Natur-)Bims handelt.Es könnte aber auch sein, dass dies ein künstlich produzierter Mauerstein (z.B. in T- oder Doppel-T-Form) war...
Meine Frage daher: Kennt sich jemand aus und weiß, was 1955/56 als "Rasselsteiner T.-Steine" bezeichnet wurde, woraus dieser besteht und was ich folglich bei einer U-Wert-Berechnung meiner Außenwände für einen Stein bzw. Baustoff ich hier anzusetzen habe? Über Antworten freue ich mich. MfG, Christian
AndreasTeich (812 Beiträge)
vor 9 Tagen
Im Zweifel würde ich mit einem Hohlbohrer ein Stück herausbohren, um einigermaßen sicher zu gehen.
Hohlkammern durch mehrmaliges Bohren mit einem dünnen Steinbohrer feststellen.

Zudem kann man nie sicher sein, dass tatsächlich das verwendet wurde was in Bauakten steht.

Ob der genaue Dämmwert der Steine bedeutsam ist hängt ohnehin davon ab, was beabsichtigt wird.

Bei nachträglichen Außendämmungen trägt der Wandbaustoff nur noch zu einem geringen Teil zum Gesamt-U-Wert bei- insofern wirken sich Ungenauigkeiten nicht sehr stark aus.

Andreas Teich
Gebäude-Energieberater, Planungsbüro, Bau- und Sanierungsberatung,, Ankaufsgutachten
Christian_Kramer (2 Beiträge)
vor 3 Tagen
Danke für die Antwort, Herr Teich.

Eine zusätzliche Dämmung ist bei meiner Fassade nicht vorgenommen worden. Da es sich um ein ehem. Pastorat handelt, habe ich zudem angenommen, dass gute Materialien verwendet und v.a. korrekt dokumentiert wurde.
Im Rohbau sind die Außenwände 30cm stark. Aktuell gemessen beträgt die Stärke 35cm. Daher kommt die Annahme, dass 30cm breite Rasselsteiner T.-Steine verwendet wurden, zusätzlich innen und außen ein Zementputz (lt. Baubeschreibung) aufgetragen wurde und außen später noch ein nochmaliger Außenputz samt Farbauftrag hinzukam. Innen haben wir selbst 2016 einen mineralischen Leichtputz (Caparol Minera, ca. 5 mm) aufgetragen.
Nachgestellt habe ich dies im U-Wert-Rechner wie folgt:
(von innen nach außen)
1. Dispersionsfarbe (0,1mm), hier: Caparol Indeko Plus
2. MFL mineral. Leichtputz (5 mm), hier: Caparol Minera
3. Zementputz (15 mm)
4. BIMS Stein (300 mm), Annahme: Rasselsteiner T-Steine = Bims
5. Zementputz (15 mm)
6. Kalkzementputz (10 mm)
7. Dispersionsfarbe (0,05 mm)
Damit komme ich etwa auf die gemessene Wandstärke (hier: 345,15 mm), verwerte die Angaben der Baubeschreibung und hoffe, mit der Annahme der Stärken und des zusätzlichen späteren Außenputzes in etwa das Richtige getroffen zu haben.
Mit diesen Angaben komme ich auf einen U-Wert von 0,53 W/(m2K).

Und diesen wollte ich wegen der angedachten Fenstersanierung in etwa bestimmen, da man mit dem U-Wert der Fenster ja über dem der Fassade bleiben soll.
Liege ich mit dem U-Wert der Fassade richtig, könnte ich in mein Haus selbst 3-fach-verglaste Wärmeschutzfenster (mit Uw von knapp unter 1) einbauen. So meine (laienmäßige) Theorie.
Angedachte Maßnahmen sind bei mir die Fenstersanierung (bisher: Kunststofffenster mit Glas Siegopane 02/1982: 2-fach-Verglasung ohne Metallschicht und ohne Edelgas mit einem am Werk angefragten U-Wert von 3,0).
Zusätzlich möchte ich meine Kellerdecke mit Isover Ultimate TopDec (032 oder 035) 10cm stark dämmen.
Auf eine Fassadendämmung möchte ich nach vielen Berichten, die davon sehr abraten sowie ARD-/WDR-Reportagen über die Lobby hinter dem Wahn (z.B. Könnes kämpft: https://www.youtube.com/watch?v=upuql7b0UjY ) verzichten.
Ferner habe ich ganzjährig ein sehr gutes Wohnklima in unseren Räumen, welches ich mir möglichst erhalten und nicht mit Styropor kaputt machen möchte...
Schöne Grüße,
Chrstian Kramer

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