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HRB Bodenplatte auf Schaumglasschotter
wsiewert (2 Beiträge)
on 18.1.21

Boden_Schaumglasschotter_01_12.01.20, U=0,14

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Bauteil im U-Wert-Rechner öffnen

Hallo,
ich würde gern eine Bodenplatte HRB auf einem Bett aus Schaumglasschotter gründen. Um das ganze liegt ein Ringfundament 0,5 m hoch (30cm über 0, 20cm unter 0). Das soll als Wanne/seitliche Abdichtung für den Schaumglasschotter dienen. Unter dem Ringfundament befinden sich noch bis -80cm gehende Fundamentpunkte. Das Innere des Ringfundaments wird dann mit Aushub aufgefüllt. Auf dem Aushub liegt der Schaumglasschoter (1,3:1 verdichtet) mit 20 cm Endstärke. Über und unter der Glasschaumschotteschicht liegt ein Vlies.
Auf dem Ringfundament liegt eine Bitumenbahn o.ä. (1–2 cm ausreichend?) als Auflage für die Schwelle des Holzständerwerks. Der Schaumglasschotter ist bis zur Ok Schwelle aufgefüllt.
Auf der Schwelle stehen die Holzständer (Stiele) und liegen die horizontalen Tragbalken (180x60) für den Bode. In Mitte des Ringfundaments liegt noch ein Fundamentstreifen (Höhe wie Ring), der es in der Länge teilt. Dieser Streifen dient als mittlere Auflage für die Tragbalken des Bodens und der Wände.
Auf den Tragbalken kommt dann eine 25 – 40mm OSB (als luftdichte Hülle) und darauf der übl. Aufbau für FBH.

Frage:
– reicht die Schaumglasschotterschicht von 20 cm aus?
– ist die Wanne (das Ringfundament) so okay?
– In einem Dokument des „Kompetenzzentrum Bauen mit Nachwachsenden Rohstoffen“ (Deckenkonstruktionen aus Holz in Alt- und Neubau, S. 4–5) wurde betont, dass NICHTGRANULIERTES Schaumglas verwendet werden sollte, um auf eine unten und seitlich abgedichteten Wanne und eine Drainage verzichten zu können. It das korrekt?
– Gibt es bei Schaumglasschotter einen Unterschied bei den verschiedenen Herstellern/Marken? Mit welchen marktüblichen Preisen ist zu rechnen?

Leider kann man hier ja keine Bilder (Skizzen) anhängen. Deshalb kann man eine erläuternde Skizze downloaden:
https://www.magentacloud.de/lnk/IAiGhequ


Viele Grüße Wolfgang
AndreasTeich (1041 Beiträge)
on 21.1.21
Entweder nur Schaumglasschotterkonstruktionen- siehe zB bei Foamglas
oder eine andere Konstruktion ohne Schaumglas wählen, da der Dämmwert nur ein Drittel von üblichen Dämmstoffen beträgt.
Der Boden ist bei Streifenfundamenten ohnehin luftdicht- auch ohne OSB.

Andreas Teich
Gebäude-Energieberater, Planungsbüro, Bau- und Sanierungsberatung, Ankaufsgutachten
wsiewert (2 Beiträge)
6 days ago

Boden_Schaumglasschotter_01_12.01.20, U=0,11

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Bauteil im U-Wert-Rechner öffnen

Hallo Herr Teich,
der Dämmwert des Schaumglasschotters interessiert mich in diesem Fall eher nicht. Die findet ja komplett über die Holzrahmenbodenplatte statt.
Ich möchte durch diese Füllung Probleme mit der aufsteigenden Bodenfeuchte vermeiden. Außerdem kann ich mir dadurch ja die Drainage, Sauberkeitsschicht usw. sparen.
Das Ringfundament ist angedacht, um Betonvolumen einzusparen.
Durch die komplette Verfüllung kann es ja dann auch keine Problem mit Schäden durch Nager, Insekten usw. geben.
Ich hatte zuerst eine Kriechkellerlösung überlegt, aber ich sehe da keine Vorteile.

Alternative wäre noch eine durchgehende Fundamentplatte mit einer Stärke von 20-30 cm (eher 30 wg. Abstand konstr. Holzschutz).
Dadrunter dann Schaumglaschotter, den rundrum ca. 30 cm größer als Fundamentfläche. Dadurch könnte ich ja die Frostschürze sparen.
Wird hier gut beschrieben: https://www.baunetzwissen.de/daemmstoffe/fachwissen/boden-decke/bodenplatte-auf-schaumglasschotter-1533407
Da würde die oben beschriebene Holzrahmenplatte draufgelegt, unterlegt mit Bahnen aus Gummi, Bitumen, zementgebundener Spanplatte o.ä.
Ich könnte mir das ganze Baggern, Schalen usw. für das Ringfundament sparen. Perimeterdämmung usw. könnte man sich auch sparen, oder?
Vom Volumen für Beton hätte man gegenüber der Ringfundamentlösung auch nur rund 17% mehr Materialverbrauch.
Durchführungen für Wasser/Abwasser usw. scheinen mir auch hier sehr unproblematisch. Ich könnte alle Verrohrungen durch die Holzbodenplatte, die Betonplatte und die Schaumglasschotterschicht nach unten führen. Es werden keine speziellen Anschlüsse oder Dichtlösungen gegen die Holzbodenplatte benötigt, oder?
Statisch auch interressant, da man ja mit kleinen Querschnitten bzgl. der Holzbalken arbeiten kann. Tragendes Bauteil wäre ja die Betonplatte.
Noch eine Frage: Bei dem Aufbau mit durchgehender Bodenplatte weist UBAKUS eine mangelhafte Trocknungsreserve aus. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass ich die in dem Fall komplett vernachlässigen kann, oder?

Am liebsten hätte ich eine Lösung mit minimaler Bodenversiegelung gewählt. Aber da käme ja nur eine Lösung mit Punktfundamenten in Betracht. Das wäre allerdings von der Statik her aufwändiger (alles lastet auf der Schwelle/dem untersten Träger und der müsste ja von Punkt zu Punkt überspannen = große Querschnitte). Und dann auch noch die Frage, wie hoch das Punktfundament sein muss, um bei der aufliegenden Holzbodenplatte den entspr. Abstand zum Erdboden für den konstr. Holzschutz zu gewährleisten. Und zwar so, dass man den Erdboden nicht mit einer Folie abdichten muss, sonst hätte man ja doch wieder den Boden versiegelt. Dann noch die Probleme der Anschlüsse, Verrohrung. Alles muss durch die Luftschicht zwischen Bodenpl. und Erdreich geführt werden (und deshalb eingekoffert), Wasserleitungen müssten vlt. gegen Frostschäden geheizt werden. Interne Leitungen müssen in der Bodenplatte verlegt werden, dadurch wird die Platte dann durch eine Installationsebene (zzgl. Gefälle) noch dicker usw.
Ich sehe hier einen hohen konstruktiven Aufwand, dadurch wirds ja auch ziemlich teuer.

Viele Grüße, Wolfgang Siewert
P.S.: Bitte nicht wundern, wenn ich das ganze nochmal ins Bauexpertenforum stelle.
AndreasTeich (1041 Beiträge)
6 days ago
Ob 20 cm Schaumglasschotter sinnvoll oder notwendig ist hängt von den Bodenverhältnissen ab- ist ein derart hoher Wasseranstau überhaupt möglich?

Wenn auf den Erdboden eine dünne Scicht Beton/Estrich aufgebracht wird und hierauf eine Abdichtung mit EPDM, Bitumenbahnen o.ä. erfolgt ists egal, ob der Estrich im Wasser liegen würde- Feuchtigeit schadet dem nicht und darüber wäre ohnehin alles dicht.

Auf der Abdichtung könnte eine dünne Schicht mineralische Schüttung aufgebracht werden, zB hydrophobierte Perlite o.ä. und darüber Zellulosedämmung zwischen den Tragbalken des Fußbodens.

Statt Bodenplatte etc können Pfeiler als Punktfundamente oder Schraubfundamente verwendet werden- die statische Bemessung erfolgt ohnehin nach den Plänen.
Pfeilerabstand und Schwellendimensionierung können statisch optimiert werden- das sollte kein Problem darstellen und wird bei entsprechender Planung die Kosten nur unwesentlich erhöhen.

Gegen Spritzwasser wäre eine umlaufende Rinne oder größere Dachüberstände, Vordach, Balkon etc möglich, sodass nicht unbedingt ein Abstand zum Boden eingehalten werden muß.

Kapillare Dämmstoffe können viel Feuchtigkeit aufnehmen und schnell wieder abgeben- dies wird bei Ubakus (noch)nicht berücksichtigt

Bei traditionellen japanischen Häusern auf Holzstützen wurde der Zwischenraum im Winter gegen Wärmeverluste mit Strohmatten geschlossen und wenns wärmer wird zur guten Belüftung wieder entfernt- scheint sinnvoll zu sein und funktionierte.

Eine lose Folie auf dem Boden wäre ja eine leicht entfernbare Versiegelung- ökologisch ziemlich unproblematisch.

Andreas Teich
Gebäude-Energieberater, Planungsbüro, Bau- und Sanierungsberatung, Ankaufsgutachten

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