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Sanierung Holz-Außenwand - dringend
albrecht (4 Beiträge)
on 23.8.12

Außenwand, U=0,33

Bauteil im U-Wert-Rechner öffnen

Hallo zusammen,

Die Berechnung stellt die Planung einer Vorsatzschale vor die bestehende hinterlüftete Außenwand dar. Der Ist-Zustand geht ab der Gipskartonplatte, die zwischen 5 u. 10 cm liegt, los.

Ich habe folgende Fragestellung: das Tragwerk eines Holzhauses aus den 60ern ist mit Holzschutzmitteln behandelt. Die möchte ich aussperren. Desweiteren gab es an den Ecken der Außenwände Schimmelbefall. Das möchte ich mit folgender Lösung verhindern. (Eine Dämmung von außen ist momentan noch nicht möglich, ist für die nächsten Jahre angedacht.)

Laut einem Dampfbremsenhersteller soll seine Dampfbremse Holzschutzmittel absperren können. Die Vorsatzschale soll als Installationsebene dienen.
Ich überlege zusätzlich Heizrohre in die Vorsatzschale als eine Art Sockelheizung zur Erwärmung der Installationsebene mit einzubauen. Da die Heizkörper wegen der Vorrsatzschale sowieso etwas mehr in den Raum versetzt werden müssten, wäre der Mehraufwand im Rahmen. (Die Heizkörper werden momentan von unten angefahren)

Ich frage mich aber, ob nicht eventuell trotzdem Tauwasser an der der 4. Schicht - Dampfbremse entstehen kann. Weiß jemand Rat?

Danke vorab!

Grüße
Albrecht
albrecht (4 Beiträge)
on 23.8.12
Ich muss noch dazu anmerken, dass die PP-Folie (Nr. 7) sehr schlecht eingebaut ist, wenig bis gar keine Überlappungen, selbstverständlich nicht verklebt - war damals nicht üblich - und mit teilweise großen Löchern und Rissen.

Übrigens: Sehr informativ diese Seite. Find ich Klasse!
HALLERDACH (Konto gesperrt)
on 23.8.12
@albrecht,
es liegen mehrere Probleme vor, aber nicht da, wo Sie dies vermuten.

1. Der U-Wert, d.h. die 80mm vorhandene Dämmung ist sehr schlecht. Das ist die Ursache für Ihre Heizkosten im Winter und das schlechte Klima im Sommer.
Sie sollten auf jeden Fall die neue Ebene (47mm) mit 50mm Mineralwolle z.B. WL 032 oder 035 dämmen.

2. Der Schimmel hat die Ursache in der "alten" nicht dichten Folie. Hier entsteht erhebliche Konvektion (Luftstrümung).

Dieser Fehler wird mit der neuen Folie, (4) verschwinden, wennn Sie an Überlappungen und an Decke und Boden immer gut abdichten.

3. Tauwasser aus Diffusion wird es in der Praxis nicht geben. Hier irrt die DIN und die Berechnungen auch hier sind unzutreffend.
Aus Diffusion gibt es keine Feuchteschäden - immer "nur" aus Konvektion - siehe Ziffer 2

4. Den "Hohlraum" sollten Sie, wie gesagt, dämmen - und NICHT beheizen.
Bei Beheizung, also ohne Dämmung, wäre der Wärmeverlust gegenüber der nur 80mm "alten" Dämmung eklatant.

5. Eine spätere Aussendämmung ist unproblematish und verbessert die Situation weiter.

6. Das "Imprägniermittel" (welchens???) können Sie m.E. mit JEDER diffusionsdichten Folie aus PE oder besser aus ALU "aussperren.
albrecht (4 Beiträge)
on 23.8.12
Hallo Hallerdach,
vielen Dank für die Antwort.

Die Idee mit der Alufolie hatte ich selbst auch schon, da sie aber auch Nachteile mit sich führt, habe ich sie wieder verworfen.

Wenn ich die neue Ebene dämme, entsteht nach diesem U-Wert-Rechner Tauwasser zwischen der neuen Min-Wolle und der Dampfbremse/Gipskartonplatte. Die Temperatur an dieser Ebene wird als zu niedrig berechnet. Dadurch wird die außenliegende Gipskartonplatte zu kalt. Deswegen dann Tauwasser. Aus diesem Grund kann ich Ihren 3. Punkt nicht nachvollziehen, dass Feuchteschäden immer nur aus Konvektion über Undichtigkeiten entstehen sollen. Denn das gleiche Problem habe ich auch, wenn auf eine kalte Kellerwand warme Sommerluft besser noch feucht-warme Sommerluft trifft. Und hier gibt es keine undichten Folien und trotzdem Tauwasser.

Klar ist, dass nicht so viel feucht-warme Luft auf einmal auf die Gipskartonplatte stoßen kann. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass über einen längeren Zeitraum die neue Gipskartonplatte, die ja Feuchtigkeit aufnehmen kann, wegen des Dampfdruckgefälles soviel Feuchtigkeit hindurch diffundieren kann, dass sie sich anreichern kann. Nach dem U-wert-Rechner wären es sogar 1511 kg/m2 in der Heizperiode, was mir zwar sehr hoch erscheint, aber selbst ein viertel davon wäre auch noch viel zu viel.

Gerade auch Kunststoffe sind in der Lage, über die Sekundärkontamination Giftstoffe anzunehmen. Soviel ich weiß werden sie dort nicht festgebunden und geben sie weiter an den Raum ab. Mit einer geeigneten Quellenangabe über Untersuchungen zur Schadstoffabsperrung von PE-Folien lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.

Vielen Dank erstmal.... das mit den Heizrohren erscheint mir mittlerweile auch zu riskant wegen der Heizkosten

Grüße
Albrecht
HALLERDACH (Konto gesperrt)
on 24.8.12
@Albrecht,

Kompliment, Ihre Frage ist mit funfierter Kenntnis und Vorbereitung verbunden.

Ich darf auf Ihren Hinweis mit der "Kellerwand" zuerstantworten.
Die Kellerwand "schwitzt" nicht aus Diffusion, sondern aus Oberflächenkondensation, d.h.

Die frische nätürliche , frpühlingswarme-feuchte Luft der Natur kommt in "unendlichen" Mengen durch das offene Kellerfenster und "beschlägt" solange an der winterkalten Kellerwand, bis zu deren Erwärmung.

Ihre "innenliegende" alte Dampfbremse wird dies aber - in der Praxis - nicht zeigen!

Hier wird nur eine SEHR geringer Feuchtemenge durch die neue innenseitige GK-Platte "diffundieren". An die "alte" Folie kommt damit nur eine marginal geringe Menge "Wasserdampf".

Tipp:
Die Berechuung in U-Wert-net basiert auf DIN 4108 und ist zweifellos richtig...
aber duiie DIN ist falsch.

Derartige Berechnungen (GLASERDIAGRAMM) sind ungeeignet zur Darstellung der tatsächlichen Feuchteverhältnisse und allenfalls geeignet für eine "höchst" grobe Abschätzung.

Nochmals: Ihhr Gedanke ist "theoretisch" und rechnerisch richtig, aber baupraktisch unbedeutend und Ihre Sorge vor Tauwasser aus Diffusion unbegründet.

Sichern Sie die absolute Luftdichtheit und sorgen Sie sich nicht um Diffusion.


Genaue Nachweise erhalten sie allenfalls über "WUFI" oder "DELPHIN".

Nun zur ALU - bzw. Plastefolie.
Richtig: Platefolien würde ich nicht vertrauen und ALU hat sonstige Nachteile (Faradaischer Käfig) - aber was bleibt?
Das imprägnierte Holz rausreissen und als Sondermüll entsorgen oder...

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