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Neubau
matti (5 Beiträge)
on 29.9.11
Hallo zusammen,

Wir wollen Anfang des nächsten Jahres anfangen zu bauen.
Ausgesucht haben wir uns (eigentlich) ein System mit Massivholz (Massivholzmauer / Kreuzholz, wie sie nciht alle heißen).
Die Wände sollten nicht dicker sein als 40cm.

Als Versuch habe ich als Außenwand folgendes aufgesetzt (von Innen nach Außen):

12,5mm Gipskarton
205mm Holzwand (ich hab mal Fichte in den Rechner eingetragen)
130mm Holzfaserplatte (vorrangig für den Hitzeschutz)
30mm Hinterlüftung (falls notwendig?)
20mm Putz

damit komme ich auf einen U-Wert von 0,19. An sich nicht schlecht, müsste aber bestimmt auch irgendwie besser gehen, oder?
Wenn ich die Hinterlüftung rauslasse und 20mm mehr dämme, sinke ich schon auf 0,18.

Grüße aus dem (momentan) sonnigen Geldern

Matti

gibt es da irgendwelche Vorschläge oder Ideen?
HALLERDACH (Konto gesperrt)
on 13.10.11
@Matti,

das ist, mit Verlaub, der falsche Weg - U-Werte hin oder her

Bevor Sie sich über "Massivholzmauer, Kreuszholz, Weichfaserplatten und Wanddicke den Kopf zermartern, sollte ein Baukonzept, d.h. eine Planung des Architekten und vor allem ein energetisches Konzept stehen.

Welcher energetiwche Standard wird geplant?
"Mindestwärmeschutz" nach EnWV oder zukunftsicher als KfW bzw. PASSIV-Haus oder gar Besser!!??!!

Erst daraus ergeben sich dann die Gebäudeform, Nutzung, die erforderlichen Dämmdicken, die Wandstärken, die Materialwahl unf auch z.B. die zuletzt noch resultierende Haustechnik.

Nur soviel vorab:
Holz ist schön, aber nicht ideal für sommerlichen Wöärmeschutz. Auch Weichfaserdämmung bietet hier keinen signifikanten "Mehrwert". Das ist alles geistige Onanie und Prospektegelaber.

Sommerlicher Wärmeschutz ergibt sich u.a. aus Fensterflächen, Bauphysik, Dämmwert, Schichtenfolge, Baustoffe wie z.B: Massives Mauerwerk iund nicht zuletzt aus dem Innenausbau und der "internen" Wärmelast durch Beleuchtung, Nachtlüftung usw. etc.

Die Überlegung zu Weichfaserplatten für sommerlichen Wärmeschutz führt am Problem vorbei.

Und nicht zuletzt: Welche Rolle spielt der EURO?
Das Bageld ist eine Energie, die ebenso dringend gespart werden muss, wie Strom und Gas und Öl...

Pasrdon, aber ein Haus baut man nicht nach dem gewünschten Bodenbelag oder ...

matti (5 Beiträge)
on 14.10.11
Besten Dank für die Informationen.

Ich selber arbeite bei einem Baustofffachhandel, ein Baukonzept (man glaube es kaum) steht bereits, die benötigten Berechnungén liegen bereits vor, bzw. sind in der Mache.

allerdings habe ich ein paar kleine Problemchen:

1. Am Niederrhein baut man nicht mit Holz
daraus ergibt sich
2. Am Niederrhein kennt sich kaum jemand damit aus
3. ->Kaum Vergleichsmöglichkeiten
4. Wenn ich alleine durch meine Abteilung gehe und die Kollegen nach Konzepten für eine möglichst schlanke Wand frage, so habe ich gute 30 Minuten später ungefähr 7 Meinungen von 4 Leuten gehört.

Ergo - suche ich anderswo nach Rat, wofür mir diese Plattform recht gut erschien.

Ich möchte allerdings dazu anmerken, dass ich vielleicht nciht 100%ig im Thema stecke, allerdings auch nciht komplett blöd bin.

Die von mir hier gestellten Fragen stelle ich aus guten Gründen heraus, sei es die reine Neugier, oder ein wirklicher Hintergedanke zum Bau meines Eigenheims.
Von daher bitte ich darum, diese Fragen auch ernstzunehmen, oder einfach nicht zu beantworten, wenn obiges dabei heraus kommen könnte.

[Beitrag von admin gekürzt]
u-wert.net (466 Beiträge)
on 14.10.11
Aus dem Beitrag von HALLERDACH könnte man schließen, dass Holz denkbar ungeeignet für den sommerlichen Hitzeschutz ist. Das möchte ich nicht so stehen lassen.

Holz hat eine vergleichsweise hohe Wärmekapazität und hilft dadurch, Temperaturspitzen auszugleichen. Besonders groß ist dieser Effekt, wenn sich das Holz auf der Innenseite des Bauteils befindet (Dämmung außen).

(Nicht ohne Grund empfehlen manche Dämmstoffhersteller eine übertrieben dicke Holzschalung auf der Innenseite ihrer Dämmung)

Richtig ist allerdings, dass für einen guten Hitzeschutz zuerst der Wärmeeintrag (über Fenster etc.) durch Verschattung o.ä. minimiert werden muss.

Im übrigen wünsche ich mir etwas verständnisvollere und vor allem konstruktivere Antworten, und dass die eigenen, kommerziellen Interessen etwas weniger offensichtlich zu Tage kommen.
HALLERDACH (Konto gesperrt)
on 26.10.11
@admin,
@matti,

kein Mensch vermutet, ein Bauherr sei "blöd".

Blöd ist nur, das der Bauherr aus unzähligem Blödinn im Markt nicht mehr den Kern der Sache erfassen kann und damit selbst verblödet.

Zunächst zu Holz als Baustoff:
Ein Baustoffhändler hat kein Interesse an einem Holzhaus, die Fertighausindustrie dagegen sehr wohl. Das sind schon mals zwei konträre Interessen, an denen sich die weiteren Argumente aufbauen...

Holz ist dabei - das sollte klar sein - KEINESFALL von Vorteil im sommerlichen Wärmeshuztz.
Das ist auch in der Fachliteratur nachzulesen, z.B: "Bauen mit Holz" im Bruderverlag KA.
Immer und eindeutig führt ein Holz-Leichtbau - ohne besondere Maßnahmen - regelmäßig zum Barackenklima!

Der beste U-Wert kann den Leichtbau nicht davor schützen.

Vielmehr sind die Faktoren Belichtung, Beschattung, Art und Farbe der Deckung, Belüftung, Wärmebrücken ... von großer Bedeutung - und selbstverständlich der U-Wert.

Völlig unbrauchbar ist eine dicke Holzschalung innenseitig. Hier benennt die Fachwelt ausschließlich mineralische Deckplatten als vorteilhaft - nicht Holz!!

Ebenso sind die weiteren Bauteile innen, mineralische Putze, Estrich, keramische Bodenbeläge von großem Vorteil - und die nächtliche Kühlung durch Lüftung...-nicht aber Holz oder Holzwerkstoffe oder Holzfaserplatten!!

Das war nun ein Beitrag ohne "gewerbliches" Interesse.
Der Beitrag soll zeigen:

Sachverstand kann gewerbliches Interesse stören.
Holzbauer sind auf dem Holzweg
hölzernes Prospektegeschwätz sollte man nicht unkritisch nachbeten.

Zum besseren Verständnis:
Wir bauen unseres Systeme teilweise auch mit Holz...
Aber wir erzählen unseren Kunden nicht den Unsinn von Vorteilen des Holzbaus im sommerlichen Wärmeschutz.




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