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Innendämmung Giebelwand
ralfblechschmidt (5 Beiträge)
on 2.10.19
Hallo,

nach vielen Recherchen und Gesprächen (mit Spezialisten) bin ich letztlich auf Ihre diese Seite gestoßen. Mein Problem lösen: Innendämmung, Giebelwand (Vollziegel, 110 mm), Haus aus dem 19. Jahrhundert, Steildach.

Bauseitige Situation
Giebelwände bestehend aus Fassadenfarbe, 1 cm Außenputz (Kalk-, Zementputz), 11 cm Vollziegel, Innen mit Kalk-Gips-Putz 1 mm Körnung die Ziegelfugen und starke Unebenheiten verputzt. Holzsparren liegt teilweise auf der Giebelwand auf.

Was tun, um Schimmelbildung durch Tauwasser/Kondenswasser in der Wand zu vermeiden und eine "vernünftige" Dämmung zu erzielen. PS Lieber nehme ich höhere Heizkosten in Kauf, als Schimmel durch "zu starke Dämmung" und damit einhergehende Wanderung des Taupunktes in die Isolierung zu riskieren. Was tun? Über eine Antwort freue ich mich schon jetzt. Vielen Dank für die Antworten. Herzliche Grüße Ralf Blechschmidt
AndreasTeich (1021 Beiträge)
on 3.10.19
Soll der gesamte Dachboden zukünftig als Wohnraum genutzt werden oder gehts nur um bessere Dämmung des Gebäudes?
Außendämmung ist nicht möglich?
Grundsätzlich Innendämmung hohlraumfrei, vollflächig ansetzen,
zB Ständerwand davorstellen, verkleiden und mit Zellulose vollblasen ist vermutlich bei unebenem Untergrund am einfachsten.
Alternativ glatt verputzen und zB Mineralschaumplatten, Holzfaserdämmplatten o.Ä. vollflächig ansetzen.

Bei kapillaren Dämmstoffen und alkalischen Oberflächen sind Feuchtigkeitsanreicherungen und Schimmel
wesentlich unwahrscheinlicher.
Zusätzlich die Luftfeuchtigkeit kontrollieren, ggf Lüftungsgerät installieren.
Es müßten sämtliche Randbedingungen bekannt sein um genau antworten zu können.

Andreas Teich
Gebäude-Energieberater, Planungsbüro, Tischlermeister, Bau- und Sanierungsberatung, Ankaufsgutachten
ralfblechschmidt (5 Beiträge)
on 4.10.19
Hallo Herr Teich,

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Die Räume mit den Giebelwänden sollen in der Tat als Wohnraum genutzt werden. Verputzt wurden die Giebelwände bereits. Aber nur recht "grob". Wahrscheinlich werde ich nochmals Unebenheiten ausgleichen. Nach einem Gespröch mit der Fa. Steico werde ich jetzt eine Vorsatzschale setzen. Aufbau: 100 mm Steicoplatte Steico flex 038, dann Steico Multi Renova sd-Wert 0,25 - 25 m. Jetzt sollte eigentlich Gipskartonplatte mit 12,5 mm kommen ABER In die Vorsatzschale kommen Stegdosen und Zuleitungen für Heizkörper … Um die Folie nicht öffnen für die Dosennicht öffnen zu müssen, wollte ich vor die Holzfaserplatten nochmals mit 30 oder 40 mm Tiefe eine Installtionsebene mit den entsprechenden Profilen setzen ud daruf erste den Gipskarton. Was halten Sie davon. Vielen Dank im voraus für eine Antwort! Herzliche Grüße Ralf Blechschmidt
ralfblechschmidt (5 Beiträge)
on 4.10.19
Jetzt bin ich nahezu am Verzweifeln: EIn Dämmstoffsystemhersteller, sagt der aufgebrachte Kalk-Gips-Putz muss wieder runter … Der Hersteller ist nicht Steico … Hilfe! Was tun?
AndreasTeich (1021 Beiträge)
on 6.10.19
Sofern Schlagregenschutz der Fassade gegeben ist würden 10 cm Zellulosedämmung auf dem vorhandenen Putz zB mit einer innenseitigen feuchtevariablen Dampfbremse wie Proclima Intello Plus o.Ä. und Fermacellverkleidung funktionieren.
das wäre ein relativ geringer Aufwnand und technisch einwandfrei.
Folie einwandfrei verarbeiten und die Luftfeuchtigkeit der Raumluft kontollieren.
Nicht nur bei Baufragen gibts immer unterschiedliche Meinungen-
abhängig von Fachkenntnis und Erfahrung sowie der jeweiligen Interessenlage

Andreas Teich
Gebäude-Energieberater, Planungsbüro, Tischlermeister, Bau- und Sanierungsberatung, Ankaufsgutachten
warmkalt (1 Beitrag)
on 6.10.19
Hallo ralfblechschmidt!

Zufällig bin ich auf ihren Beitrag gestossen. Da ich vor 2 Jahren ein ähnliches Problem hatte und niemand fand, der mich vernünftig beraten hätte können, will ich völlig wertfrei nur mein Problem und dessen Lösung schildern. Vielleicht hilft es zu ihrer Problemlösung ein paar mm beizutragen.
Die Situation: Reihenhaussiedlung, Außenwand, Baustoff Ytong, Stärke 25 cm, 35 Jahre alter "Vollwärmeschutz mit Schaumstoff Stärke 3cm!!", zusätzliche Dämmung erwünscht - aber wegen Grenzüberschreitung und Veto des Nachbarn nicht möglich, Anfall von Unmengen an Kondensat, Folge: Schimmel, schwarze Wand, ungesundes Klima, dauerhaft ungünstige Beeinflussung der Statik der Wand.
Lösung: Aufbringen [kleben]einer Dampfdiff-Folie [pro clima intello; besondere Eigenschaften siehe dort] direkt auf die Innenwand, Decke, Boden, und angrenzende Wände miteinbezogen, darüber ein Lattengerüst Stärke 5 cm, darauf Fermacell Gipsfaserplatten Stärke 10 mm, an den Grenzen mit Klebeband verklebt, darauf Glasfasergitter mit diff-offenem Kleber verspachtelt, Rauhfasertapeten [hier im Rechner heißt dieser Aufbau "ruhender Luftraum"].
Die Folge: keine bis wenig Energieersparnis, aber trockene Wand, kein Schimmel, weil kein Kondensatanfall, davorstehende Möbel haben Füße und die Luft kann nach oben und unten zwischen Möbel und Wand zirkulieren. Installationen habe ich keine eingebracht, wären aber möglich, wenn man die Durchbrüche, bzw. dosen, etc. durch besondere Dichtungen [kleben, bzw, mit Folien schließen] wieder luftdicht herstellte.
Diese Lösung verdanke ich dieser genialen online-software.
ralfblechschmidt (5 Beiträge)
on 7.10.19
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an WARMKALT und Herr Teich. Sie haben mir sehr geholfen, dass Problem in der richtigen Weise zu lösen. Herzliche Grüße Ralf Blechschmidt
ralfblechschmidt (5 Beiträge)
on 9.10.19
Hallo Herr Teich, ich melde mich nochmals … In einem Gespräch mit der Fa. Multipor, das System habe ich als Alternative in Erwägung gezogen, sagte man mir, der Putz muss runter … ;( Trifft das in diesem Fall nur für die Verwendung des Multipor-Systems zu? Den folgenden Hinweis habe ich hierzu im Forum gefunden:
"Es fängt schon bei dem zementhaltigen Kleber für Multiporplatten an. Hier besteht eine sehr hohes Risiko für Sulfattreiben, die chmische Reaktion zwischen dem Sulfat im Gips und dem Calciumhydrat im Zementanteil ist quasi der Hefeteig der Baustofflehre.Umgekehrt geben die Richtlinien für Gipsputz auf Beton- und Zementhaltigenuntergründen an, dass diese vollständig abgebunden sein müssen, es darf kein "freies" Calciumhydrat mehr vorhanden sein, die Bauphysik ist hier nebensächlich. …"
Ich weiß es ziemlich viel verlangt, aber ich würde mich über eine Antwort sehr freuen und sage an dieser Stelle vielen Dank!
Herzliche Grüße RB

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