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Flachdach-Sanierung mit Zellulose
PaGu (4 Beiträge)
am 23.12.18

Flachdach Zellulose, U=0,13

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Guten Tag,

unser nur 6 Jahre altes Flachdach muss aufgrund zu hoher Feuchtigkeitswerte im Dachaufbau nächstes Jahr saniert werden.

Ein uns sympathischer und vertrauenserweckender Dachdecker bietet die folgende Variante der Sanierung an:

Die Gipskartonplatte, Konterlattung und Sparren sollen vom alten Dach drin bleiben.
Alles andere sieht aktuell noch so aus und soll abgebaut werden: bisher 220 mm Mineralwolle auf Dampfsperre sd-Wert > 100 gefolgt von 22 mm OSB und 40 mm Styropor. Darauf liegt eine PVC-Dachbahn mit Bautenschutzmatte und extensiver Dachbegrünung.

In Berg- und Talverlegung soll eine feuchtevariable Dampfbremse eingebaut werden. Auf die Sparren sollen Dachkeile zur Herstellung eines Gefälles aufgedoppelt werden (zwischen 40 und 170 mm Höhe). Hierauf dann 22mm OSB und dann eine Wolfin Dachbahn mit Verklebung. Keine Dachbegrünung, keine Auflast. Die Dämmung zwischen den Sparren und zwischen den Dachkeilen soll durch eingeblasene Zellulose-Fasern erfolgen.

Da ich absolut nicht im Thema bin (bzw. gerade dabei bin, mich einzulesen), würde ich mich über eure Meinungen sehr freuen:
- Funktioniert dieser Aufbau so?
- Wie schätzt ihr die "mangelhafte" Rücktrocknungsreserve ein?
- Mit welchen Maßnahmen wäre diese noch zu verbessern?
- Sonstige An- oder Bemerkungen?
- Gibt es bessere Varianten?

Herzlichen Dank im Voraus für alle Antworten.

Viele Grüße und ein frohes Fest,

Patrick
ThomasLau (105 Beiträge)
am 23.12.18
hallo patrick

ich würde mich an proclima wenden und es von denen durchrechnen lassen. Flachdach mit Sub-Top-Verlegung, ich vermute das geht auch wieder baden.

Frohes Fest
Tom
PaGu (4 Beiträge)
am 23.12.18
Hallo Tom,

besten Dank für deine Antwort. Ich habe eben eine Anfrage an proclima gestellt. Bin mal gespannt, ob und was da kommt...

Worin siehst du das Problem, das zu deiner Vermutung führt?


VG,
Patrick
ThomasLau (105 Beiträge)
am 24.12.18
hallo patrick

die Sub top verlegung ist für normale Steildächer entwickelt worden die nach außen diffusionsoffen sind. Selbst mit den seitlichen Anpresslatten kann aufrund von Rissen im Holz feuchtigkeit bis an die Sparrenoberseite durch konvektion gelangen.
PaGu (4 Beiträge)
am 25.12.18
Hallo Tom,

vielen Dank für die Erklärung. Kann ich so nachvollziehen...

@ alle: Gibt es weitere Anmerkungen/Einschätzungen?

VG,
Patrick
PaGu (4 Beiträge)
am 13.1.19

Flachdach Aufdachdämmung Holzfaser mit HF-Gefälle, U=0,19

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Hallo zusammen,

nach einigen weiteren Gesprächen mit einem Dachdecker ist nun der dargestellte Aufbau aktueller Favorit für unsere notwendige Sanierung.

Ich würde mich über eure Einschätzungen dazu sehr freuen, da unsere Verunsicherung nun noch größer geworden ist.

Aus verschiedenen Quellen habe ich erfahren können, dass eine Aufdachdämmung grundsätzlich zu den risikoärmsten Varianten eines Flachdachs gehören. Aber zählt hier eine diffusionsoffene Variante auch dazu? Meist wird ja eher auf der Tragschalung eine Dampfsperre, anschließend PUR/PIR/EPS o.ä. und dann die Dachabdichtungsbahn verbaut.

Uns wurde nun eine diffusionsoffene Variante empfohlen, die angeblich für ein angenehmes Raumklima bei gleichzeitig hohem Schadenfreiheitspotienzial sorgen soll. Aufdachdämmung inkl. Gefälle aus Holzfaser, darunter eine feuchtevariable Dampfbremse... Hört sich für mich als Laie irgendwie schlüssig an, aber funktioniert das wirklich?

Das Argument gegen eine Dicht-Dicht-Konstruktion ist, dass eingeschlossene oder später durch Undichtigkeit in der Dampfsperre eingetretene Feuchtigkeit nicht rücktrocknen kann. Daher die diffusionosoffene Variante...

Vielen Dank im Voraus für eure Unterstützung. :-)

Viele Grüße,

Patrick
williabel (24 Beiträge)
am 14.1.19
Beim Flachdach müsstes Du unter der Abdichtebene eine Lüftungsebene einbauen. Dann könnte man diffussionsoffen bauen. Ob so etwas überhaupt möglich ist?
AndreasTeich (812 Beiträge)
am 23.1.19
Eine zuverlässig funktionierende Lüftungsebene ist äußerst selten.

Ein Aufbau mit oberseitiger Dampfsperre und raumseitiger feuchtevariabler Dampfbremse funktioniert nur dann wenn div Bedingungen eingehalten werden.
Sonst sollten unter der Abdichtung feuchtebeständige Dämmmaterialien verwendet werden wie XPS, alukaschierte PUR/PIR- Platten oder am dauerhaftesten Glasschaumplatten.

Darunter können dann kapillare Dämmungen wie Holzfaser, Zellulose, Hanf verwendet werden mit sorgfältig verarbeiteten feuchtevariablen Dampfbremsen.

Der Dachdecker sollte sich bei Sachverständigen über solche Aufbauten informieren.

Andreas Teich
Gebäude-Energieberater, Planungsbüro, Bau- und Sanierungsberatung,, Ankaufsgutachten

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