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Lüftung
schlambes (4 Beiträge)
on 1.3.12
Hallo und gratulation zu dieser tollen Seite.

Ich versuche gerade Amortisierungszeiten zu berechnen.
Dabei habe ich herausgefunden, dass sich 3-fach verglasung und PUR anstatt Mineralische Dämmung frühestens in 30 Jahren Rechnen.
(wir Heizen mit Stückholz)

Bei der Wohnraum Lüftung kommen utopisch Schnelle amortisierungszeiten heraus.
Da ich keine verlässlichen informationen über meinen derzeitigen Energieverbrauch habe, Frage ich mich ob die KWL ein Wundermittel ist oder ob ich einfach nur gerne in abgestandener Luft sitze.

Das Haus ist sehr groß und somit wäre ein Luftwechsel von 0,4 völlig ausreichend. (1000m³ & 4 Peronen)
Damit wäre der Preis von ca. 15t€ für die KWL in 5 Jahren drin.
Somit wäre es eine Wunderwaffe gegen Energiekosten.
Vergleiche ich das ganze aber mit einer Fensterlüftung mit 0,1 Lufwechselrate (was vielleicht nicht abwegig ist) sind 30 Jahre nicht ausreichend.
Kommt das hin?
Hat hierzu jemand eine Meinung?

Grüße,
Sven
HALLERDACH (Konto gesperrt)
on 2.3.12
@Schlambes,

lassen Sie es mich so sagen - Sie verstehen den sinn und Zweck der Maßnahme nich umfassend:

Wärmedämmung hat nicht die Aufgabe, Geld zu verdienen oder sich "zu rentieren". Wenn Sie reich werden möchten, dann werden sie Bundespräsident oder Frührentner mit Ehrensold oder sowas.

Wärmedämmung hat allein die Aufgabe, für Menschen angenehm temperierte Wohnunumgebung und ein gesundes Klima zu schaffen und auch Ihr Haus vor Schäden zu schützen - heute mit möglichst geringem Energieaufwand.

Hier hat naturgemäß die Luftung (Lüftungswärmeverluste) den mit etwa s über 30% den weitaus höchsten Anteil. Zugleich und vorrang aber hat auch die Lüftung die Aufgabe, saubere, frische, sauerstoffreiche Atemluft im Haus zu sichern.

Rentabilität in allen Ehren:
Sie können Geld für die Lüftung sparen und in muffeliger Luft leben,
Sie können Geld für gute Fenstzer sparen und schwirten oder frieren,
Sie können Geld für Wärmedämmung sparen und hangestrickte Wollmützen tragen...

Nein, ich bin nicht böse- ich frage aber;
Welche Rentabiluität zeigt eine Metalliclackierung an Ihrem Auto oder ein Bassbooster in der Steroanlage oder ein i-phone im Straßencafe?

Selbstverständlich "rentiert" sich eine KWL bereitrs aufgrund der enormen Vorteile für die wohnqualität - ebenso wie gute Fenster und euiine hochwertige Wärmedämmung an Wand und DACH.

Man kann nicht immer im Straßencafe sitzen - manchmal muss man auch zu Hause leben.

Jetzt dürfen Sie schimpfen.. ich bin schon weg.
schlambes (4 Beiträge)
on 2.3.12
Neinein, ich schimpfe nicht... ich habe ja um Meinungen gebeten.
Aber dieser Beitrag hilft mir wenig weiter.
Natürlich ist Lüftung und stärkste Dämmung komfortabel...
Ich würde gerne den neusten Stand der Technik und Forschung verbauen, da mir allerdings meine Liquidität und damit die Bank limits setzt, muss ich mich leider beschränken.
Und damit heißt die Devise das Geld dort zu versenken wo es am meisten einspart.
Denn es geht sehr wohl ums einsparen.
Den Komfort erreiche ich dann automatisch, indem ich weniger Holz verbrauche und damit nicht schleppen muss.

Es soll ja auch nicht heißen, dass man auf Isolierung verzichtet, aber wenn ich bauphysikalisch nicht unumstrittene PUR Platten verwende ist der U-Wert um 0,05 besser aber nach meinem Letzten angebot auch 100% teurer was 10T€ nur für Material entspricht.

Was ich bei der Eröffnung des Themas allerdings vergessen hatte war, dass nach der Sanierung das Haus wesentlich dichter ist.

Hat noch jemand Überlegungen Kommentare etc. zum Thema Lüftung abzugeben?

Grüße,
Sven

PS: Für den Präsidenten bin ich noch zu Jung und mir zu Schade.

HALLERDACH (Konto gesperrt)
on 2.3.12
@schlambes,

da bin ich wieder,
jetzt mit besserer Kenntnis über Ihr Vorhaben und besserer Laune.

Grundsätzlich sollten Sie bedenken beim "energetischen" sanieren:

1. Ein "wenig" Dämmung kostet fast ebenso viel wie "richtig", weil die Sowiesokosten für Lohn und alles was zur Montage dazughört, immer identisch hoch sind.Die Sowiesokosten für z.B: Gerüst und Verputz, für Dachiegel und Arbeitszeit usw wsind weit höher, als der Wert des Dämmstoffes. Dieser aber bringt den Nutzen. Die "Sowiesokosten" sind dagegen "nutzlos"---hinsichtlich des energetischen Effektes.

2. Mit PUR-sollten Sie tatsächlich nur dann dämmen, wenn Sie einen Geldscheisser besitzen.Es gibt weitaus bessere und intelligentere und zugleich preisgünstigere Methoden und Systeme.

3. Ihre heutige Maßnahme soll nicht "nur" Ihren heutigen Anspruch decken sondern für viele Jahrzehnte in der Zukunft sinnvoll sein.
Was Sie heute "weniger" machen, das machen Sie in 5 bis 15 Jahren nochmal.

4. Die erste Regel lautet: Zuerst den Wärmeverlust reduzieren Richtung Minimum und erst danach den denn nur noch minimalen "Restbedarf" erzeugen. Das geht dann mit einem Minimalaufwand an Technik und an Holz.
Es ist völlig unwirtschaftlich, zur Deckung eines minimalen energiebedarfs dann noch teure Technik einzusetzen.

5. Die Lüftung ist tatsächlich die "rentabelste" Maßnahme. Aber ohne hochwertige Wärmedämmung ist Lüftung "allein" nicht sinnvoll. Sie wohnen sonst unangenehm in einem "zugigen" Haus mit hoher Luftwechselrate mit störender Belüftung bei nur ungenügender Dämmung.

6. Ich sage: Energiesparendes Bauen muss auch EUROS sparen, weil EUROS eine Energieform sind, ebenso knapp wie Holz und Öl.

7. Bedenken Sie auch, das jede Technik immer Folgekosten mit Untehalt, Wartung, Betrieb und Ersatz und damit "doppelte Kosten in oft nur 20 Jahren verursacht.
Wärmedämmung dagegen braucht keinen "Unterhalt" und bleibt reiner "Nutzen" ohne Folgekosten für ein Hausleben lang - aber nur dann, wenn Sie heute alles richtig machen.

Was Sie tun, sollten sie richtig tun und dazu zählt die optimale abstimmung von Dämmung, Technik, Aufwand und Nutzen und der Blick auf die kommenden Jahrzehnte.

Nicht zuletzt dient das Ergebnis Ihrer Familie mit hochwertiger Wohnqualität und nur nachrangig dem "grünen" Gewissen oder dem pekuniären Vorteil.

schlambes (4 Beiträge)
on 26.3.12
Danke für die gute Aufzählung.
Da ich mit geplanten 18cm Außendämmung schon am optisch erträglichen Maximum bin ist die Lüftungsanlage wohl wirklich das rentabelste.
Obwohl natürlich die Einsparung vom vorherigen Lüftungsverhalten abhängt.

Laut dem Wärmebedarfsrechner kommt allerdings auch noch etwas anderes zum tragen: Wenn eine Lüftungsanlage installiert ist; lohnt sich der wechsel des Holzvergasers von 80% auf 94% Wirkungsgrad nicht mehr.
Für alle Maßnamen ist eben einfach nicht das Geld da.
Und so muss man eben einige Dinge aufschieben.
Nur welche man aufschiebt ist eben die Frage.
Grüße.
sven76 (1 Beitrag)
on 19.9.13
Man kann aber sehr wohl sagen das man mit einer KWL Anlage mit WRG bei einem Einsatz von 1KWh Strom ungefähr 11,4 KWh Wärmeenergie zurückgewinnen kann! Das differiert natürlich immer ein bisschen, da hat jeder Hersteller von Geräten andere Daten.Von so einer Leistungszahl träumen die meisten Wärmepumpen im Bestand.
egalisierungsfarbton (8 Beiträge)
on 20.9.13

Haben Sie wirklich einen Architekten gefunden, der ihnen ein 1000m^3 Haus mit Schalungsvorgaben entwirft, und ihnen dann noch erzählt, daß sie sich beim Dämmstoff noch nach belieben zwischen PUR und Mineralwolle wählen können?

Wahrscheinlicher versuchen sie bloss, sich erstmal zu orientieren, was für Sie wie sinnvoll sein könnte, oder?

Also ich bin auch nur interessierter Laie, aber ich kann ja mal versuchen, auch einige der angesprochenen Aspekte einzugehen:

PUR als Dämmstoff ist nach einvernehmlicher Meinung all meiner Informationsquellen bisher nur mit wundersam hohem Energieaufwand herzustellen und zudem wohl auch im Herstellprozess höchst gefährlich (und im Hinterkopf hat man zudem ja noch so Assoziationen mit FCKW usw.). In einer Wand verbaut bewirkt es in Normalfall (also mal ausgetüftelte Spezialfälle aussenvorgelassen) ausserdem, daß man mehr lüften muss, weil die Wände aufgrund des hohen Dampfdiffusionswiderstandes von PUR den natürlich eingetragenen Wasserdampf (Kochen, schwitzen, Wäschetrocknen usw.) nicht mehr nach aussen abführen können (Standard-Betonplattenhochbau Heizverhalten: Man sitzt rum, die Hochtemperaturheizung bollert, irgendwann erscheint die Luft feucht+stickig, und die Fenster beschlagen, man lüftet zumindest auch, um die Luftfeuchte loszuwerden).

Wenn Sie ausgerechnet haben, daß sich PUR finanziell lohnen könnte, wird es sich sicherlich um eine relativ dünne Dämmung gehandelt haben. Mal so zum Vergleich: die technisch (hinsichtlich Gesamtenergie einschl. Dämmstoffherstellung) optimale Dämmstärke liegt für Mineralwolle bei grob 50cm, oder sowas.

Das sollte doch bei einem Neubau in dieser Grössenordnung nun wirklich weitgehend egal sein, wie dick die Wände nun im Detail sind (übrigens sogar in den Baukosten, Mineralwolle ist billig wie Stroh, wenn nicht gar noch billiger, und der Einfluss der Dämmdicke auf die Fassadenfläche ist vernachlässigbar gering).

Wärmerückgewinnung in der Lüftung sehe ich persönlich für mich selbst etwas kritisch. Das liegt aber eher an persönlichen Präferenzen. Der Effekt wird durch diffsiondichten Wandaufbau natürlich noch geringfügig verstärkt (durch die dann noch etwas stärkere Kondensation: immerhin eine gute halbe kWh pro Liter, der nicht durch die Wand geht). Wenn sie sagen, eine solche Anlage würde sie bspw. 15000 EUR kosten, ist natürlich auch eher unwahrscheinlich, daß die sich finanziell lohnen wird, sage ich mal so als Mensch, der in seiner bisherigen Lebensspanne auf eine solche Heizkostensumme noch nicht gekommen sein wird.

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