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Aufbau Balkondämmung/-abdichtung
mb4331 (4 Beiträge)
on 7.11.17
Servus zusammen,

im Zuge unserer Komplettsanierung wird u.a. auch der bestehende Balkon (Betonboden) gedämmt und abgedichtet.

Der Aufbau soll wie folgt aussehen und ist zum Teil schon umgesetzt (XPS-Dämmung liegt bereits):

[img www.rcg-weissenburg.de/Haus/Balkon.jpg[/img ]

Als ich das ganze nun nochmal in den U-Wert-Rechner eingegeben habe ich mir aufgefallen des es leider eine geringe Menge Tauwasser gibt.

Deshalb meine Frage:
Muss ich die XPS-Dämmung nochmal rausreißen und eine Dampfsperre in Form einer Katja Sprint Bahn einbringen?
Falls ja – wo pack ich die genau hin?
Die Ausgleichsschüttung möchte ich ungern auch wieder entfernen.
Ich würde sie deshalb wenn dann zwischen Schüttung und XPS packen.
Zum Schutz der Dampfsperre zur Schüttung hin – würde ich noch ein Schutzvlies welches man auch unter der EPDM-Folie verlegt dazwischen legen.

Was denkt ihr dazu?
Ist der „Rückbau“ tatsächlich notwendig?
mb4331 (4 Beiträge)
on 7.11.17
Sorry - hier der funktionierende Link zum Aufbau:
http://www.rcg-weissenburg.de/Haus/Balkon.JPG
u-wert.net (469 Beiträge)
on 7.11.17
Hallo mb,

in der Berechnung, wird angenommen, dass unter der Balkonplatte ein beheizter Raum liegt. Ist das so?
Wenn die Balkonplatte wie üblich auskragt, unter der Platte also kalte Außenluft ist, wird kein Tauwasser entstehen. Und selbst wenn nicht, sind die 43g Tauwasser mit einer Trocknungsdauer von 48 Tagen kein Grund zur Sorge.

Grüße
Ralf Plag
mb4331 (4 Beiträge)
on 7.11.17
Hallo Ralf,
ja es ist tatsächlich so, dass unter der Balkonplatte das beheizte Wohnzimmer ist.
Wie gesagt wäre es durchaus möglich noch eine Dampfsperre unter der Dämmung zusetzen - ein Aufwand wäre es aber natürlich schon...
Gruß,
Michael
AndreasTeich (1041 Beiträge)
on 7.11.17
Lt Flachdachrichtlinien müßte eine Dampfdruckausgleichsschicht- üblicherweise Bitumenbahnen mit Alufolieneinlage- Unterboden XPS-Platten verwendet werden.

XPS nimmt zwar kein flüssiges Wasser auf- jedoch ist XPS nicht dampfdicht.
Nur bei Schaumglasplatten, die komplett geschlossenzellig sind, ist keine Dampfsperre notwendig.

XPS ist auch nur für max Temperaturen von 70 Grad zugelassen, die je nach Anwendungsfall uU überschritten werden können.
Bei unserem EPDM-Folien Dach habe ich Temperaturen von ca 65 Grad gemessen.

Welche Wasserdampfmengen vom XPS tatsächlich aufgenommen werden hängt von vielen Faktoren ab

Andreas Teich
Gebäude-Energieberater, Planungsbüro, Bau- und Selbsthilfeberatung, Begutachtungen
mb4331 (4 Beiträge)
on 8.11.17
Bzgl. der Temperatur mach ich mir keine Gedanken.
Die Sonneneinstrahlung ist durch das geschlossene Geländer und die Überdachung des Balkon recht gering.
Außerdem dürfte der Holzbelag auch deutlich dazu beitragen, dass das EPDM nicht zu heiß wird.

Bzgl. der Dampfsperre:
Ihr verunsichert mich nun doch etwas.
Ist es nun notwendig oder nicht?

Falls ja - wo muss die Dampfsperre hin? Unter die Schüttung oder auf die Schüttung?
u-wert.net (469 Beiträge)
on 8.11.17
Hallo Andreas,

ist die Dampfdruckausgleichsschicht nicht in erster Linie dazu da, um Blasenbildung einer fest verklebten Bitumenabdichtung zu verhindern?
Diese Gefahr sehe ich bei einer lose aufliegenden EPDM-Bahn zumindest nicht.

Die Tauwassermenge von 43g/m2 entspricht einem 0,04mm dicken Wasserfilm - diese Menge kann problemlos vom XPS aufgenommen werden. Das Limit gemäß DIN 4108-3 liegt hier bei 500g/m2. Kritischer ist sicher das Trocknungsvermögen im Sommer, siehe

https://www.ubakus.de/aussen-dampfdichte-daecher-das-muessen-sie-wissen/

Da das Bauteil kein Holz enthält und die Tauwassermenge sehr gering ist, würde ich mir hier aber keine Sorgen machen.

Wenn es trotzdem eine Dampfsperre sein soll: Über der Schüttung oder unter der Schüttung ist bauphysikalisch egal, denn beide Ebenen liegen nicht im tauwassergefährdeten Bereich. Der Einsatz von Dampfsperren ist allerdings nicht mehr Stand der Technik.

Grüße
Ralf Plag
AndreasTeich (1041 Beiträge)
on 8.11.17
Die Technik-Hotline von XPS-Herstellern weist darauf hin, dass bei XPS-Abdichtungen von Flachdächern unter dem XPS eine Dampfsperre angeordnet werden muß.

Es geht dabei nicht um flüssiges Wasser, was bei geschlossenzelligen Dämmstoffen eh kein Problem ist sondern um Wasserdampfaufnahme, die auch bei XPS möglich ist.

Bei EPS ist es noch viel problematischer, da die Platten ein Vielfaches des Eigengewichts aufnehmen können.
EPS würde ich in keinem Fall als Flachdach- oder Perimeterdämmung einsetzen.

Andreas Teich
Gebäude-Energieberater, Planungsbüro, Bauberatung
u-wert.net (469 Beiträge)
on 8.11.17
Naja, wenn die Hersteller das sagen, sollte man sich besser daran halten, sonst sind die mit der Gewährleistung fein raus...

Grüße
Ralf Plag

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