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Fachwerkhaus dämmen Dachboden
Rene1607 (3 Beiträge)
on 29.9.17
Guten Tag sehr geehrte Damen und Herren,

ich beabsichtige die schrittweise Dämmung meines 200 Jahre alten Fachwerkhauses. Als erster Schritt soll der Dachboden/Oberste Geschossdecke gedämmt werden.

Der Derzeitige Aufbau ist wie folgt:

(Aufbaubeschreibung von unten nach oben)

1.Glättegipsschicht ca. 10-20mm stark
2.Deckenbalken 150 x 150 Abstand (120 cm )
3. Holzstarken mit Holz/Lehm umwickelt 100mm stark
4. lose Lehm/"Dreckschicht" ca 10-25mm
5. anscheinend Gipsschicht 25-40mm


Welche Möglichkeiten gibt es hier sinnvoll zu dämmen und muss Schicht 5 zwingend raus ?

Gruß Rene


AndreasTeich (1040 Beiträge)
on 2.10.17
Sofern der Boden ohne Belag tragfähig genug ist-
(bei der Spannweite ist die Belastbarkeit zumindest zweifelhaft, falls sich nicht doch Yholzdielen darunter befinden)

Die einfachste Möglichkeit wäre Zellulose offen aufzublasen,
alternativ Hanf- oder Holzfaserdämmplatten oder - matten aufzulegen.

Dabei müssen keine Folien verwendet oder bestehende Aufbauten entfernt werden.

Andreas Teich
Gebäude-Energieberater, Planungsbüro, Bau- und Selbsthilfeberatung, Begutachtungen
Rene1607 (3 Beiträge)
on 5.10.17
Vielen Dank für Ihre Antwort

Ich hatte geplant mit Holzfaserdämmplatten zu arbeiten. Nur ist der Boden der wohl mal zur Begradigung mit Gips vergossen wurden, uneben ( der Gips ist in Schollen gebrochen).

Die Überlegung war eine 4-6 cm dicke weiche Holzfaserdämmplattenschicht auszulegen auf dieser dann die eigentlichen Dämmplattenlage von 200mm aufgelegt wird. So das die weiche Schicht die Unebenheiten ausgleicht.
Oben auf die Dämmung wollte ich dann die Begehbarkeit mittels Sperrholzplatten oder OSB Platten herstellen.
Reicht das so oder sollte ich den Aufbau anders planen?
Da die Dämmung somit nur aufliegt und nicht 100% sichergestellt werden kann das an einigen Stellen die Gipsschicht keinen direkten Kontakt zur weichen Holzfaserdämmschicht haben könnte...habe ich die Sorge ob sich da Feuchtigkeit ansammeln kann...?


MFG Rene

AndreasTeich (1040 Beiträge)
on 5.10.17
Hallo Rene,

Du solltest nur sichergehen, dass die Dämmung am Rand gut aufliegt und nicht von kalter Luft durchströmt werden kann.

Kondensat ist an dieser Stelle nicht zu erwarten.

Bei dicken Dämmschichten ist Zellulosedämmung günstiger- als Belag können Holzklötze oder Pappröhren aufgestellt werden, darüber zB 4/6 Latten im Abstand von 83,3 cm auslegen bei Verwendung von 18 mm OSB-Platten.

Zellulose füllt alle Unebenheiten und könnte später verlustfrei für Dachdämmung oä verwendet werden.

Es gibt auch begehbare Holzfaserdämmplatten, die speziell für oberste Geschoßdecken vorgesehen sind.

Alternativ sind Hanfmatten oder Holzflexdämmung verwendbar, benötigen aber auch einen festen Gehbelag.

Wenn der Platz vorhanden ist würde ich 20-30 cm dick dämmen.

Andreas Teich
Gebäude-Energieberater, Planungsbüro, Bau- und Selbsthilfeberatung, Begutachtungen
Rene1607 (3 Beiträge)
on 20.10.17

oberste Geschossdecke 10/2017, U=0,151

Bauteil im U-Wert-Rechner öffnen

Ich denke es wird eine begehbare Holzkonstruktion werden welche dann mit einer Holzfaser-Einblassdämmung ca 200mm stark ausgeblasen wird. Hat jdm damit schon Erfahrungen gemacht? Komme laut U Wert Rechner bei 200mm Dämmstärke auf einen U Wert von 0,179 oder sollte ich es noch dicker planen?


Kann man mit der Holzfasereinblassdämmung auch problemlos eine Fachwerkswand dämmen? Der jetzige Aufbau ist Glättegips (1-2cm) Fachwerkausmauerung mit Ziegelstein und außen sind ein Kalk Putz (3-4cm) stark drauf.
Ich wollte die Gipsschicht innen entfernen, dann eine Holzkonstruktion vor die Wand setzen und selbige dann wieder ausblasen lassen ohne Folien bzw. Dampfbremsen zuverwenden.



Gruß Rene
AndreasTeich (1040 Beiträge)
on 20.10.17
Übilcherweise genügt das für eine oberste Geschoßdecke- nur wenn Passivhausstandard erreicht werden soll oder besonders guter Hitzeschutz könnte mehr gedämmt werden.
Ich würde es vom Platzbedarf her beurteilen.

Für Fachwerkwände ist Zellulose genauso verwendbar-
am sinnvollsten ist es bei krummen Wänden, da vorher kein Ausgleichsputz aufgebracht werden muß.
Es darf kein Schlagregen durch Fachwerkfugen eindringen.

Bei glatten Wänden können auch vollflächig Holzfaserplatten an die Wand gesetzt und anschließend verputzt werden.

Andreas Teich
Gebäude-Energieberater, Planungsbüro, Bauberatung

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