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Tauwasser
tregler (4 Beiträge)
on 19.1.16

Außenwand, U=0,180

Bauteil im U-Wert-Rechner öffnen

Hallo,

leider habe ich mit den neuen gefüllten Ziegel immer das Problem mit dem Tauwasser (Feuchtigkeit) außer ich verwende einen Außendämmputz, was ich nicht will!

Jetzt meine Frage dazu:
Verändert sich da was wen man Perlite gefüllte Ziegel nimmt, oder ist man mit den neuen gefüllten Ziegeln immer zum Aussendämmputz verurteilt ohne größeren Aufwand zu betreiben?

Danke und LG
AndreasTeich (986 Beiträge)
on 19.1.16
Die hierbei anfallende Feuchtigkeitsmenge ist ohne jedes Schadenspotential und kann innerhalb kurzer Zeit wieder abtrocknen.

Wenn schon wegen mieraliscehm Putz die Möglichkeit besteht besser außenseitig Rein-Silikatfarben verwenden und innenseitig ebenso, wobei hier auch Kalkfarben möglich sind.

Aus ökologischen Gründen könnte man sich auch überlegen, Ziegekl mit Perlite zu füllen, was bei späterer Entsorgung dann keinerlei Probleme macht.
Oder gleich die Funktionen der Wand zu trennen,
nämlich innen einen tragfähigen, massiven, stabilen, speicherfähigen Ziegelstein (oder Holz)als Tragstruktur zu verwenden und
außen eine ökologische, diffusionsoffene Dämmschicht anzubringen-
zB Stegträger aus Holz mit Zellulosedämmung, darauf Holzfaserplatten, die zur Überdämmung der Rahmen dienen können und so deren Dämmwert stark verbessern und Wärmebrücken umgeht, die bei monolithischer Bauweise kaum vermeidbar sind.

Andreas Teich

tregler (4 Beiträge)
on 19.1.16
Danke für die schnelle Antwort!

Bei den Beispiel handelt es sich um Normalwerte (Temperatur, Feuchtigkeit), ändert man die so sieht die Lage ganz anders aus!

Also ist bei den Füllungen (Mineralwolle, Perlite) nur der ökologische Unterschied!

Die Wand zu trennen wäre sicher auch eine Lösung, leider ist mir dabei die Aussendämmung zu wenig geschützt und etwas zu montieren ist fast unmöglich!
AndreasTeich (986 Beiträge)
on 19.1.16
Die zugrunde liegenden Werte sind schon Extremwerte, außer bei der Luftfeuchtigkeit.
Diese Werte liegen aber nicht ganzjährig vor und auch nicht abweichende Werte mit höherer Luftfeuchtigkeit oder anderen Temperaturen.
Wenn die Luftfeuchtigkeit dauerhaft weit über diesen Werten liegt sind ggf andere Konstruktionen zu wählen.

Bei üblicher Wohnbebauung ist dies kaum wahrscheinlich- zudem haben kapillarfähige, diffusionsoffene, alkalische Baustoffe ein viel geringeres Schadenspotential was zB Schimmel betrifft.

Wenn genügende Lüftung nicht möglich ist sollten zur Schimmelverhinderung Lüftungsgeräte verwendet werden, wie zB kleine kostengünstige mit Wärmerückgewinnung und minimalen Stromkosten (Infos dazu gerne per email)

Perlite würde mir eher zusagen als Mineralwolle in Mauersteinen- wie die sich konkret verhält bei Dampfdiffusion kann ich nicht sagen- und wie dabei die Austrocknungsmöglichkeit ist.
Dampfdruck hat ganz andere Auswirkungen als Wasser in freier Form.

Bei solchen von mir genannten Außendämmungen wird diese im Idealfall ja noch durch eine separate hinerlüftete Verkleidung geschützt- was bauphysikalisch optimal ist-
zumindest durch einen Außenputz, was auch dabei wesentlich weniger schadensträchtig ist als übliche WDVS (EPS/Styropor) Fassaden.
Warum kann man bei Ihnen fast nichts montieren?

Andreas Teich
tregler (4 Beiträge)
on 19.1.16
Sorry, für den falschen Ausdruck ich meinte bei Aussendämmungen wo nur Armierungsgewebe eingebracht wurde ist es schwierig eine Montage von Lampen, Markisen, Rankhilfen usw.
AndreasTeich (986 Beiträge)
on 19.1.16
In solchen Fällen haben Außendämmungen mit Stegträgern,Zellulosedämmung und Holzfaserdämmplatten Vorteile, da die Träger tragfähig genug sind, um auch schwere Fenster- und Türelemente außen in der Dämmebene zu montieren.
Ich habe dasselbe System bei mir und auch bei anderen Bauvorhaben umgesetzt.
In dem Fall könnte innen die dünnste, ausreichend tragfähige Mauer gebaut werden und dann zur optimalen Dämmung außen zB ein solches System verwenden, welches den Vorteil hat, einfach verputzte Flächen und holzverkleidete Flächen kombinieren zu können.
Es läßt sich dabei mit Leichtigkeit jeder gewünschte U-Wert herstellen-bis zum Passivhausniveau oder besser.

Andreas Teich Gebäude-Energieberater, Bauberatung
daemmen (58 Beiträge)
on 23.1.16

Außenwand mit ThemoPlan MZ8 und Dämmputz, U=0,177

Bauteil im U-Wert-Rechner öffnen

Hallo tregler,
warum keinen Dämmputz verwenden - wegen höherer Kosten?

Die Vorteile dieser Konstruktion wären:
- deutlich diffusionsoffener, kein Tauwasser (rechnerisch)
(μ-Wert nur halb so hoch wie bei dem Leichtputz mit Perliten)
- Verbesserung der Wärmedämmung, insbesondere im Bereich
der konstruktionsbedingten Wärmebrücken des Ziegels

Wie genau die Simulation diesen speziellen Ziegel mit seinen inhomogenen Schichten (Ziegelkeramik + hydrophob eingestellte Steinwolle Brickrock) modellieren kann, ist allerdings fraglich - s. Lochbild des Ziegels ThermoPlan MZ8:
--> http://www.zwk.de/produkte/planziegel_mz8.html

tregler (4 Beiträge)
on 25.1.16
Hallo daemmen,

danke für ihren Vorschlag!Sicher wäre das die Top - Lösung!

Leider bin ich kein Freund eines Wärmedämmputz; nebenbei sind die Kosten wie von ihnen angesprochen wesentlich höher da ich beim Wärmedämmputz ein Armierungsgewebe anbringen muss!

Wollte nur wissen ob es zu diesen System eine andere kostengünstige Lösung gibt!
AndreasTeich (986 Beiträge)
on 25.1.16
Wenn Ziegelmauerwerk verwendet werden soll würde ich keinen mit integrierter Mineralwolle nehmen- wenn überhaupt mit Perlite dämmen, damit nicht irgendwann große Mengen kaum trennbarer Sondermüll bleiben.
Oder gleich eine Ziegelwand entsprechender Stärke mit gewünschtem U-Wert nehmen.
Wobei die mit guten Dämmwerten auch ihre Nachteile haben:
Kaminwirkung im Stein, schlechte Luftdichtigkeit, instabiler Bröselstein mit schlechter Befestigungsmöglichkeit, Wärmebrücken schwierig zu lösen etc.

Teure, ziemlich ineffektive Dämmputze mit EPS halte ich nicht für sinnvoll-
warum ein natürliches Baumaterial nehmen und dann dies wieder mit Kunststoffen zu verbinden?

Dämmputze mit Perlite sind zwar ökologisch besser, aber haben relativ schlechte Dämmwerte.

Wie schon geschrieben würde ich die Funktionen der Wand besser trennen:
Statik durch massiven Ziegelstein oder Holzwand wie zB CLT/KLH und darauf natürliche Dämmmaterialien, wie zB Stegträger, Zellulosedämmung und Holzfaserplatten.

Das ermöglicht dünnere Wandaufbauten, bei dem jedes Material seine jeweils geeignetste Funktion übernimmt.
Ein Material für alles ist wie Ganzjahresreifen: alles wird einigermaßen aber keine Eigenschaft wird wirklich gut erfüllt.

Andreas Teich Gebäude-Energieberater, Bauberatung,Planungsbüro


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